Fachtagung Bildung und Teilhabe bei Lämmerzahl in Dortmund

28 Februar 2012

Sodexo Bildungskarten-System mit LÄMMkom Verwaltungsprogramm verzahnt. Teilnehmerstimmen: „Gut besucht, hoch informativ und praxisnah“

Fachtagung Bildung und Teilhabe bei Lämmerzahl in Dortmund

Dortmund 28.02.2012. Kommunen und Jobcenter, die sich für eine Aufwandsersparnis bei der Bearbeitung der Bildungs- und Teilhabeleistungen interessieren, besuchten am 28. 02. 2012 die gemeinsame Fachtagung von Lämmerzahl und Sodexo in Dortmund. Großen Beifall fand dabei besonders der Beitrag des Jobcenters und der Stadt Neumünster, die ihren Weg vom Bildungsgutschein zur digitalen Bildungskarte aufzeigten. Die Auftaktveranstaltung in den neuen Seminarräumen von Lämmerzahl war willkommener und rege besuchter Treffpunkt für Leiter, BuT-Beauftragte und Systemverantwortliche für einen produktiven Erfahrungsaustausch untereinander. Vertriebsleiter Joachim Stolte führte in einleitenden Worten auf das Tagungsziel, fortschrittliche elektronische Umsetzungswege für Ämter bei der BuT-Bearbeitung bereitzustellen, hin.

Matthias Köpp, SGB II Referent des Deutschen Landkreistages, bilanzierte die gesetzlichen Regelungen zum Bildungs- und Teilhabepakt aus der Perspektive des SGB II, klärte über Rechtsfolgen zu einzelnen Leistungen auf und ging auf strittige Fragen, rechtliche sowie administrative Herausforderungen, u.a. bei der Kostenerstattung, der Bemessung der Bedarfe und den Zumutbarkeitsgrenzen einer Bezahlung aus dem Regelsatz, ein.

Das Jobcenter und die Stadt Neumünster, vertreten durch den stellv. Geschäftsführer Thorsten Hippe und den Systemadministrator Stefan Rosenkranz, stellten ihren Bearbeitungsweg vom Papiergutschein zur digitalen Bildungskarte dar. Im Stadtgebiet seien 2200 Kinder gemäß des Wohngeldgesetzes, Kinderzuschlages oder des SGB XII leistungsberechtigt, während 2800 weitere Kinder BuT-Leistungen anspruchsberechtigt nach dem SGB II seien. Mittels Papiergutschein und Geldleistung hätten bislang 63 % aller Leistungsberechtigten – und damit mehr als der Bundesdurchschnitt – Zuschüsse zu Ausflügen, Mittagsverpflegung, sozio-kultureller Teilhabe, Lernförderung und weiteren Bereiche erhalten.

Die Anbieter hätten ihre Leistungen einzeln oder per Sammelrechnung in monatlichen bzw. sechsmonatigen Abständen getrennt nach Rechtskreisen in Rechnung gestellt und mit der Softwarelösungen LÄMMkom und ERP abgerechnet. Dabei hätten sie den hohen Abrechnungsaufwand beklagt. Für den Träger sei besonders das Ausstellen und Abrechnen der Gutscheine zeitaufwändig und personalintensiv. Kinder und Eltern hätten das Vorzeigen der Gutscheine als stigmatisierend empfunden. Auch die Trennung der Rechtskreise sei für die Beteiligten schwer zu durchschauen. Die zu erwartenden Reportinganforderungen des Bundes seien mit dem bisherigen Verfahren nach Einschätzung von Neumünster ebenfalls nur sehr aufwändig zu erfüllen. Eine elektronische Lösung erscheine unabdingbar.

Deshalb wird im Frühjahr in Neumünster die digitale Bildungskarte die bisherigen Papiergutscheine ablösen. Leistungen für Bildung und Teilhabe können dann online durch die Familie überwiesen oder den Anbieter abgerufen werden. Das Kind muss bei einer Online-Überweisung die Karte nicht mehr vorzeigen, sodass die vormals empfundene Stigmatisierung sowie das aufwändige Abrechnungsverfahren bei den 250 Anbietern des Stadtgebietes wegfallen. Die Beladung der Karte und sämtliche Transaktionen erfolgen nur virtuell, d.h. der öffentliche Haushalt wird erst bei Leistungsabrechung belastet. Das Reporting umfasst dabei unter anderem Positionen wie die Anzahl der potenziellen BuT-Kinder im Wohngeld, SGB XII, AsylblG, die bewilligten und die tatsächlichen Einzelleistungen zu allen Rechtskreisen sowie die Empfänger der abgerechneten Leistungen. Zeitgleich wird eine gemeinsame Anlaufstelle im Jobcenter eingerichtet. Dort wird – einheitlich für alle Rechtskreise   die Fachanwendung LÄMMkom in Verbindung mit der Schnittstelle zu Sodexo, Hersteller der digitalen Bildungskarte, eingesetzt werden.

George Wyrwoll, Corporate Relations Manager bei Sodexo, beleuchtete die konkreten finanziellen Auswirkungen, die das Bildungspaket für die Kommunen mit sich bringt, und die Vorteile einer elektronischen Lösung für die Erstattung der Leistungsausgaben. Zudem zeigte er Lösungen für das kommunale Dilemma, bei pauschaliertem Kostenbudget die Erstattungsbeträge nicht übersteigen zu dürfen, auf. Ein straff organisierter Verwaltungsvollzug, der durch hochparametrisierbare elektronische Lösungen unterstützt wird, minimiere den Zeitaufwand in der Rechnungsbearbeitung und entlaste die Leistungsanbieter. In der Verwaltung müsse kein Leistungsempfänger mehr angelegt werden, Bewilligungen könnten sofort gestoppt, die Karte direkt gesperrt werden. Eine permanente Kontrolle der tatsächlichen Nutzung, ein Überblick über Umsätze und Restguthaben sowie detaillierte Auswertungen seien jederzeit möglich.

Abschließend zeigte Thomas Düren, Leiter der Anwenderbetreuung bei Lämmerzahl, den aktuellen Umsetzungsstand zur Schnittstelle zwischen LÄMMkom und Sodexo und ging sowohl auf die Einsatzmöglichkeiten bei Kommunen und Jobcentern, die LÄMMkom verwenden, als auch bei solchen, die andere Verwaltungsverfahren einsetzen, ein. Ulrich Lammers, freier Projektberater und ehemaliger Geschäftsführer eines der größten Jobcenter in Deutschland, resümierte die Inhalte und Diskussionsschwerpunkte, gab einen Ausblick auf weitere BuT-Veranstaltungen und zentrale Projekte wie die Einführung des LÄMMkom JobAgenten, eines webbasierten Online-Jobportals am Beispiel Kreis Ravensburg.


Sodexo in Deutschland
Sodexo ist seit mehr als 50 Jahren in Deutschland vertreten und beschäftigt heute rund 17.200 Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Motivationslösungen ist Sodexo führender Dienstleistungspartner rund um die Themen Mitarbeitermotivation, betriebliche Sozialleistungen (Sodexo Restaurant Pass) und Incentives sowie Leistungen für die staatliche Verwaltung. Mit seinen Dienstleistungen erreicht Sodexo in Deutschland täglich mehr als 600.000 Menschen.

Pressekontakt
Sodexo Motivationslösungen
George Wyrwoll
Rüsselsheimer Str. 22
60326 Frankfurt am Main
Tel. 069 / 73996-6211
E-Mail: george.wyrwoll@sodexo.com

LÄMMERZAHL ist einer der führenden Softwareanbieter für die Sozialgesetzgebung. Mit LÄMMkom arbeiten sämtliche Bereiche des Sozialwesens in rund 270 Städten, Kreisen und Gemeinden mit einem einheitlichen Programm und einem gemeinsamen Datenbestand. Die vollintegrierte, mandantenfähige Lösung verbindet alle Akteure via Internet oder auf Client-Server-Basis miteinander - trägerübergreifend, kommunenübergreifend, landesweit. Neben der Softwareentwicklung für Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Jugendhilfe, Wohngeld, Unterhaltssicherung, Plegeberatung, Beschäftigungsgesellschaften und KiTa-Verwaltung bietet LÄMMERZAHL eine umfassende inhaltliche und technische Anwenderbetreuung mit Schulungen direkt beim Kunden an. Die Softwarewartung rundet das Leistungsprofil im Rahmen des Hostings ab.

Pressekontakt
LÄMMERZAHL GmbH
Maike Czieschowitz
Am Uhlenhorst 1
44225 Dortmund
Tel. 0231 – 177 94 45
E-Mail: m.czieschowitz@laemmerzahl.de
www.laemmerzahl.de

 

Zurück zur Liste

Benefits and Rewards Services

Pressekontakt:

George Wyrwoll

Corporate Relations Manager

Sodexo Pass GmbH
Rüsselsheimer Str. 22 
60326 Frankfurt am Main 

Telefon: 069 73996 6211
E-Mail:  george.wyrwoll@sodexo.com