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Monats-Special Februar

Mit unseren monatlichen Ausflügen in die Welt der Lebensmittel laden wir herzlich zum Stöbern. Lernen, Staunen und Probieren ein. Immer mit dabei: ein leckeres Rezept für zu Hause.


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K wie KohlK wie Kohl - kräftig, kernig und so gesund

Schon gewusst, dass...

  • Kohl botanisch gesehen zu den Kreuzblütlern gehört?
  • es vielfältige Kohlsorten gibt? (z.B. Weiß-, Rot-, Blumen-, Rosen-, China-, Spitz-, Wirsing-, Grünkohl und der Kohlrabi)
  • man beim Kohl die Blätter, Seitensprosse (Rosenkohl), Stängel und Blüten essen kann?
  • der Kohl weltwirtschaftlich große Bedeutung hat? (Auf der Nordhalbkugel und besonders in Asien wird sehr viel Kohl gegessen.)
  • Sauerkraut mehr Vitamine enthält als Kiwis und Orangen? (Sauerkraut schützte schon früher auf Schiffsreisen von Christoph Kolumbus und James Cook die Menschen vor Vitamin-C-Mangelerscheinungen.)
  • eine Portion Grünkohl einen Kalziumgehalt von etwa 2 Gläsern Milch hat?
  • Weißkohl die von den Deutschen am häufigsten verzehrte Kohlart ist?
  • in 100g Weißkohl gerade mal 17 kcal enthalten?
  • in den grünen Blättern wesentlich mehr Nähr- und andere Stoffe enthalten sind als in den weißen Blättern?
  • sich der typische Kohlgeschmack aus der Zusammensetzung von Senfölen und Zucker sowie dem ersten Frost ergibt?
  • Kohl in Korea täglich in Form von "Kimchi“ gegessen wird? (200-300g milchsauer vergorenen Chinakohl verzehrt jeder Koreaner täglich.)
  • sich in Deutschland die Städte Bremen und Oldenburg jährlich streiten, wessen Spezialität der Grünkohl denn nun ist?
  • die Friesen den Kohl scherzhaft als "friesische“ oder "Oldenburger Palme“ bezeichnen?
  • es in vielen Gegenden in Deutschland Kohlkönige gibt? (Besonders Politiker aller Parteien scheinen dieses Amt gerne auszuüben, so ist Guido Westerwelle der 46. Grünkohlkönig.)

Die Kraft des Kohls
Kaum Fett und Kohlenhydrate, dafür jede Menge Vitamin C und E, Mineralstoffe, wie Eisen, Kalzium und Selen sowie wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe machen den Kohl zum Fitmacher im Winter.
Weißkohl hilft z.B. beim Abnehmen, durch den hohen Ballaststoffgehalt und Wasser sättigt er besonders schnell. Der enthaltene Mineralstoff Kalium wirkt dabei zusätzlich entwässernd. Von einseitigen Kohldiäten ist jedoch abzuraten. Durch die enthaltene Folsäure ist Weißkohl auch ein gutes Mittel gegen Stress, die Mineralstoffe Selen, Eisen und Zink und der hohe Vitamin C-Gehalt aktivieren die Gehirnleistung, verbessern die Stimmungslage und stärken die Konzentrationsfähigkeit. Das in Weiß- und Wirsingkohl enthaltene Mangan ist wichtig für die Schilddrüsenhormone und verbessert die Farbgebung in Haut und Haaren.
Kohl ist ein Anti-Krebs-Gemüse, er bringt den Darm in Schwung und baut Gifte in der Leber ab. Der hohe Ballaststoffgehalt hilft bei Darmträgheit oder anderen Darmstörungen.

Tipp: Kohl mit Kümmel, Fenchel, Koriander oder Thymian gewürzt, schützt vor lästigen Blähungen.

Bei Husten und Heiserkeit kann Kohlsaft mit Honig vermischt die Beschwerden lindern. Auch äußerlich angewandt können Kohlblätter heilend wirken. Wegen ihrer reinigenden und keimtötenden Wirkung haben sich warme und kalte Kohlwickel z.B. bei Hautentzündungen, schmerzenden Gelenken und Schwellungen bewährt. Dazu müssen jedoch die Kohlblätter blanchiert, zerdrückt oder mit einem Nudelholz kräftig gewalzt werden, damit die Blattrippen aufbrechen und der Pflanzensaft austreten kann.

Kohl-Delikatessen in aller Welt
Früher galten Kohlgerichte als "Arme-Leute-Essen“. Heute kann man aus Kohl richtige Leckerbissen zaubern. Vorsichtig gedünstet, leicht angebraten und gut gewürzt, bekommt man den Kohl durchaus im 4-Sterne-Restaurant serviert. Ob Kürbiscreme mit Wirsingkohlroulade, Welsfilet im Wirsingkohlmantel, Schokoladenrotkohl oder Rosenkohl mit Mandelstiften, alle Kohlsorten werden heute in die tägliche Küche integriert. Zu den beliebtesten Rezepten der Deutschen gehört die Kohlroulade oder die Schichtkohlpfanne.
Auch in der Asiatischen Küche bevorzugt man den Kohl, mal süß-sauer oder herzhaft. Die Iren genießen deftige Gerichte und nennen diese "Cocannon“ was übersetzt "Kohlkanone“ heißt. Diese Speise zählte früher zu den Bauerngerichten, heute wird dieses Gemisch aus Kartoffelpüree, gebratenem Kohl und Frühlingszwiebeln als rustikale Beilage zu Fleischvariationen serviert.

Unser Rezept für kalte Wintertage:

Der Rosenkohleintopf
Zutaten: 400g Rosenkohl / 200g Möhren / 60g Zwiebeln / 100g Tomaten / 60g Parmesan / 500g Kartoffeln / Olivenöl oder Rapsöl / 1 TL Kümmel / 1-2 TL Fenchelsaat / 700-1000ml Gemüsebrühe / Salz und Pfeffer / 1 Bund Basilikum
Rezept: Das Gemüse putzen, waschen und klein schneiden. Kartoffeln, Zwiebeln, Kümmel und Fenchelsaat mit dem Öl anbraten und danach mit der Gemüsebrühe ablöschen. 15 min kochen lassen und den Rosenkohl und die Möhren hinzufügen und weitere 15 min kochen lassen. Mit Kümmel, Salz und Pfeffer würzen und die Tomaten einrühren. Zum Schluss mit dem geriebenen Parmesan und den Basilikumblättern dekorieren.
Guten Appetit!

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